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Wissenschaftlicher Name: Abies pseudochensiensis
Synonyme: H. Clinton-Baker und A. Jackson 1935: Abies gamblei, J. Franco 1946: Abies x vasconcellosiana
weitere Namen: Abies chensiensis var. ernestii, Abies pindrow var. brevifolia
Bisher sind nur Bäume unter verschiedenen Bezeichnungen aus botanischne Gärten bekannt. In Ungarn im Kámoni Aborétum, in England im Sir Harold Hillier Gardens, in Schottland im Royal Botanic Gardens, in Irland im National Botanico Gardens, in Portugal im Jardim Botânico da Universidade de Coimbra sowie im Parque da Peña, Palácio National da Peña. Die Tanne wurde wahrscheinlich im späten 19. Jahrhundert nach Europa gebracht. Die Daten darüber sind aber offensichtlich verloren gegangen. Nach Feldforschungen in China geht man davon aus das sie aus dem westlichen Himalaya stammt und dort gemeinsam mit Abies gamblei und Abies pindrow vorkommt.
João do Amaral Franco beschrieb sie 1946 erstmalig und stufte sie als zufällige natürliche Hybride von Abies pindrow und Abies pinsapo ein und nannte den Baum Abies x vasconcellosiana. Das Originalexemplar existiert allerdings nicht mehr. Im Rahmen des The Dendrological Documentation Project untersuchten Zsolt Debreczy und István Rácz im Kámoni Aborétum zwei Nachkommen einer als Abies chensiensis var. ernestii bekannten Tanne. Im Verlauf der Forschung zu diesem Baum wurden weitere Exemplare mit unterschiedlichen Namen in verschiedenen Botanischen Gärten entdeckt. Im Rahmen der Zuordnung zu einem Taxon wurde die Hybridtheorie verworfen. Ein Vergleich mit den nahe verwandten Arten Abies gamblei, Abies ernestii und Abies chensiensis führte zu keinem Ergebnis. Man kam zu der Erkentniss das die untersuchte Tanne mit keiner der Wissenschaft bekannten Art identisch ist. Sie wurde deshalb 2010 als eigenes Taxon mit dem Namen Abies pseudochensiensis bezeichnet.
Der Baum erreicht Höhen von 20 Metern und mehr. Der Stamm ist schlank mit einem Durchmesser von 0,8 Metern. Die Krone ist konisch bis breit konisch. Die im Jugendstadium hellgraue Rinde wird im Alter längsrissig. Die Jungtriebe sind im ersten
Jahr gelblichbraun und kahl. Die Knospen sind kugelförmig, rötlichbraun und harzig. Die Nadeloberseite ist glänzend dunkelgrün. Die Nadeln haben eine Länge von 25-40 (70) mm und eien Breite von 2,0-2,5 mm. Auf der Unterseite befinden sich auf jeder Seite des Kiels zwei blassgrüne Wachsbänder mit 5-7 Stomatareihen. Die männlichen Blütenstände stehen seitlich an der Unterseite der vorjährigen Triebe. Sie sind 35-45 mm lang und von hellgelber Farbe. An den zapfentragenden Zweigen besitzen die Nadeln einen fast runden viereckigen Querschnitt und weisen 6-8 Stomatareihen auf.
Die kurz gestielten Zapfen sind 12-16 cm lang und 4,5-5 cm breit. Die im Jugendstadium dunkelvioletten Zapfen werden bei der Reife gelblichbraun und sind harzig. Die dreieckigen Samenschuppen bedecken die Tragblätter vollständig. Die Samen sind
10-12 mm lang und 5 mm breit. Die Flügel der Samen erreichen eine Länge von 23 mm und eine Breite von 20 mm.
Im Jahr 2010 waren sechs Bäume in drei botanischen Gärten bekannt, die dem beschriebenen Taxon entsprechen. Zwei weitere Bäume mit einem Alter von 70 und 90 Jahren sind 1982 und 2007 verlorengegangen.
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